WS 4: Diversity goes Digital - Lebende Bibliothek online. Ein Workshop zu den Differenzkategorien wie Heteronormativität, Ethnizität/Rassismus, Dis-/Ability, Klassismus/Milieu und Intersektionalität/Mehrfachdiskriminierung

Die Lebende Bibliothek ermöglicht Begegnungen zwischen Minderheiten und Menschen, die (sich) zur Mehrheitsgesellschaft zählen. In einer Art Spiel, analog zu gängigen Bibliotheksregeln, schlüpfen Personen in die Rollen von "Lebenden Büchern" bzw. "Leser*innen".

Die Lebenden Bücher sind Menschen, die häufig nach obigen Differenzkategorien als "Minderheit" klassifiziert werden. Sie stellen sich für Gespräche zur Verfügung, in denen über diese Kategorisierungen gesprochen werden kann. Leser*innen können sich je nach thematischem Interesse ein Lebendes Buch "ausleihen", d.h. sie können in einen Dialog treten, Fragen stellen, Geschichten hören und austauschen. Die Begegnung im Dialog in einem geschützten Raum steht im Mittelpunkt des Workshops.

Die Lebende Bibliothek ist ein Instrument zur kritischen Auseinandersetzung mit Stereotypen und Vorurteilen. Im Gespräch mit einem Lebenden Buch erfahren Leser*innen nicht nur informatives über das Leben der Anderen. Vor allem geht es darum, miteinander statt nur übereinander zu reden, auch über Erfahrungen von Benachteiligung und Diskriminierung. Sie soll Vorstellungen und Einstellungen der Mehrheitsgesellschaft herausfordern, und dazu beitragen, diskriminierende Verhaltensweisen gegenüber Minderheitengruppen abzubauen.

Netzwerk ROPE e.V. hat seit 2010 über 20 Lebende Bibliotheken organisiert.